Ich habe gerade Gestatten, Elite zu Ende gelesen (ging schnell, hab erst gestern angefangen). War im Grunde genommen nichts wirklich Neues, was man nicht irgendwie schon gewusst oder geahnt hätte. Aber die gut recherchierte und bewiesene Vehemenz, mit der sich die Oberschicht abschottet und sich selbst als eine Art neuer Adel erhält und das vielbeschworene Leistungsprinzip untergräbt war dann doch schon recht schockierend für mich.
Eine der “Elite”-Schulen die dort unter die Lupe genommen wird — Schloss Neubeuern — haben wir auf unserer Sommerradtour gesehen. Ich war schon beeindruckt von dem Haus, und damals habe ich auch gedacht “Mensch, auf so einer Schule hätte ich mich vielleicht wohlgefühlt”. Aber nach dieser Lektüre bin ich heilfroh dass es mich da nicht hinverschlagen hat.
#1 by mathias on 2011/10/17 - 08:32
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Interessante Buchrezension, die für mich aber einige Fragen offen lässt. Wie definieren die Autoren die Gruppe der Elite? Und was ist ihre zentrale These?
#2 by pitti on 2011/10/17 - 08:56
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Nun, die Frage was “Elite” ist, ist ja das zentrale Thema des Buches. Es kommt ja gerade zu dem Schluss, dass viele der Personen, die sich selbst zur “Elite” zählen, nicht beschreiben können was das eigentlich ist. Aber anhand der Untersuchungen und Beispiele kommt es dann doch zu dem Schluss, dass es eigentlich die schon seit Jahrhunderten übliche Geldelite ist, die sich aber heute oft ungerechtfertigt “Leistungselite” nennt.