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Polarlichtreise nach Lappland

Wir sind wieder zurück aus unserem tollen Winterurlaub! Es ging nach Lappland in Nord-Finnland und Nord-Norwegen. Das ganze Fotoalbum gibt es auch zu sehen.

Am Montag den 16. März starten wir unsere Reise nach Lappland, vom Flughafen München über Helsinki bis nach Ivalo. Auf dem Flug bekommt man schon einen guten Eindruck von Finnland: Außer an den südlichen Küstengebieten ist das Land sehr dünn bevölkert, und der ganze Norden besteht fast nur aus einem Flickenteppich aus Wald, Seen, und Flüssen. Außer den ganz großen Flüssen ist fast alles zugefroren, und man erkennt auch deutlich die Spuren der Lastwagen und Schneemobile über den Seen, die hier über den ganzen Winter als Straße genutzt werden können.

Vom Flughafen in Ivalo, mit einem winzigen Terminal (natürlich aus viel Holz!) geht es dann eine halbe Stunde nach Inari, einem kleinen Dorf an der Südwestecke des riesigen Inari-Sees. Hier ist die Heimat der Samen, aber auch ganzjährig viele Touristen aus Finnland, Europa, und sogar Asien, die Polarlichter, Skifahren, oder endlose Sommernächte erleben wollen.

Am Dienstag lernen wir wie man sich hierzulande durch die Winterlandschaft bewegt. Wir besuchen eine Husky-Farm. Schon beim Aussteigen werden wir vom aufgeregten Gebell von etwa einhundert Tieren begrüßt, die es kaum erwarten können dass sie losrennen dürfen. Das Einspannen der Schlitten dauert aber eine Weile, bis dahin beschäftigen wir die Huskys mit viel Kraulen und Spielen. Das sind sehr neugierige und liebe Tiere, selbst ich der bekkantermaßen kein großer Hunde-Narr ist verstehe mich prima mit ihnen. Und dann gehts endlich los! Je fünf Hunde ziehen einen Schlitten, Annett liegt drin, macht Fotos und feuert die Huskys an, ich stehe dahinter, lenke, und – am wichtigsten – bremse. Die Huskys haben eine enorme Kraft und haben nur eine einzige Geschwindigkeit: schnell. Alles andere regelt man dann mit der Fußbremse, einem Metallbügel mit zwei Stäben die sich in den Schnee graben. So sausen wir etwa eine Stunde durch die sonnige Winterlandschaft, dann helfen wir noch beim Ausspannen und bedanken uns bei den Tieren noch mit ein paar Streicheleinheiten.

Vor dem Abendessen erklärt uns Joachim, unser Reiseleiter, die wichtigsten Grundlagen der Polarlichter. So wissen wir wenigstens grob wie sie entstehen, vorausgesagt werden, und welche Formen sie annehmen. Die Vorfreude ist riesig, denn wir haben momentan fast perfekte Bedingungen: hohe Sonnenwind-Aktivität, die Erde steht in einem günstigen Bereich des Sonnenmagnetfeldes, und die Wettervorhersage verspricht uns einen klaren Himmel in der Nacht.

Am Abend steht uns dann das großartige Schauspiel bevor: Pünktlich um zehn verziehen sich die Wolken wieder die ein paar Stunden früher aufgezogen sind und geben den Blick frei auf einen gigantischen Sternenhimmel. Für drei Stunden sehen wir Polarlichter in Bändern, Streifen, Koronas, und allen möglichen Formen bewundern. Einige bleiben für Minuten bestehen, andere bewegen sich sehr schnell, und man kommt mit Staunen und Fotografieren kaum hinterher.

Hier oben gibt es kaum Lichtverschmutzung, so können wir zwischendurch durch den Feldstecher wunderbar Jupiter und die galileischen Monde, den Andromeda-Nebel, die Pleiaden und Hyaden, oder verschiedene Satelliten sehen.

Am Mittwoch schlafen wir erstmal aus und besuchen die lokale Rentier-Farm. Hier lernen wir so einiges über das Wildleben und die Haltung und Nutzung dieser halbwilden Tiere, inklusive Fütterung aus der Hand und einer Runde um den Block mit dem Rentierschlitten. Diese Fahrt läuft wesentlich ruhiger ab als mit den Huskys, Rentiere sind eher die gleichmäßigen und ausdauernden Lastenzieher. Die ganze Farm wird von einer Sami-Familie geführt die hier schon seit mehreren Generationen ansässig ist. Bei Tee und Gebäck in einer gemütlichen beheizten “Kota” (Hütte) erfahren wir viel über die Geschichte und aktuelle Kultur der Samen-Völker.

Am Nachmittag laufen wir noch eine schöne Runde am Fluss entlang, und zwischendurch auch darüber. Als Mitteleuropäer haben wir ein mulmiges Gefühl dabei, aber hier macht das jeder und 80 cm Eis und 60 cm Schnee darüber halten wesentlich mehr aus.

Nach dem Abendessen war eigentlich ein weiterer Vortrag geplant, aber kurz nach dem Nachtisch um Neun gibt es schon wieder Polarlicht-Alarm :-) Heute Abend haben sie andere Formen und Verhaltensweisen und ziehen in langen Bändern von Nord nach Süd über den gesamten Himmel. Das beobachten wir noch bis um eins.

Am Donnerstag gibts zur Abwechslung mal maschinelle Fortbewegung: Wir machen eine Schneemobil-Tour! Diese sind für die Einheimischen das Mittel der Wahl in den etwa sieben Monaten mit Schnee. Die Scooter-Bahnen ziehen sich kreuz und quer durch die Lappland-Wälder und über die Seen, sind gut sichtbar mit Stangen markiert, und es gibt sogar Stopschilder und Wegweiser. Und die gehen gut ab! Annett übernimmt die erste Etappe von Inari über den See zum “heiligen Berg”, einer großen Felseninsel mitten im Inarisee. Ich fahre dann durch den Wald zur “Holzkirche”, die dort schon seit 1647 steht und ein beliebter Ausflugsort ist. Dort veranstalten wir ein zünftiges Picknick auf finnische Art: Holzfeuer, rußige Kessel für Tee, dicke Bratwürste und Toast. Annett fährt uns dann zurück nach Inari. Die Dinger machen einen Heidenspaß und sind auch super-simpel zu bedienen (stufenlose Automatikschaltung, außer dem Gashebel muss man da nichts tun).

Am Abend erleben wir wieder Polarlichter, diesmal sehr langlebige Formen. Diese lassen uns viel Zeit zum Experimentieren mit Belichtungszeiten, Blitzstärke und Standorten, so dass wir ganz passable Erinnerungsfotos von allen mit Polarlicht und der Venus als Dreingabe bekommen. Ein Vortrag von Joachim über die Geschichte der Polarlichtforschung rundet den Abend ab.

Freitag steht gleich das nächste Ereignis am Himmel an: Eine partielle Sonnenfinsternis die hier um 12:13 etwa 91% Bedeckung erreicht. Wir versammeln uns vor dem Hotel mit Schutzbrillen und einem H-Alpha-Teleskop (in dem man Flares auf der Sonne sehen kann) und fotografieren auch eine Serie. Es ist sehr kalt und meine Hände frieren mir ein, aber dafür hat sich das locker gelohnt.

Am Nachmittag besuchen wir das Sami-Museum hier gleich um die Ecke. Das ist schön gemacht, eine große Halle in der jeder Wand eine Jahreszeit gewidmet ist, die die Tier- und Pflanzenwelt in jedem Monat zeigt. Wir erfahren auch viel über die Geschichte und Lebensweise der Samen.

Am Samstag wandern wir noch eine Runde über den Inari-See bevor dann um 13:00 unser Bus für den zweiten Teil der Reise startet. Wir überqueren bald die norwegische Grenze und finden uns in einer ganz anderen Landschaft wieder: es gibt auf einmal Berge, der Wald wird kleiner, lichter, und besteht fast nur noch aus Birken, und das erste Mal seit langem sehen wir auch wieder flüssiges Wasser in den Fjorden. Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Kirkenes, die zweitnördlichste Stadt Norwegens (nach Hammerfest) die vorwiegend vom Eisenerzbergbau und der Schifffahrt lebt. Die bekannte Hurtigruten-Tour startet hier auch.

Am frühen Abend kommen wir dann in Svanvik an, auf dem “Svanhovd”, ein ehemaliger Bauernhof der mittlerweile ein Naturschutz- und Bildungszentrum und ein Hotel ist. Nach einem überreichlichen Abendbuffet bekommen wir dann wieder eine gigantische Polarlicht-Show mit Lauflichtern und sich schnell ändernden hellen grünen Bändern zu bestaunen.

Sonntags ist Wandern angesagt. Noch ist schönes – aber kaltes – sonniges Wetter, unser Ziel ist ein Aussichtsturm etwa 8 km entfernt. Leider ist der letzte Kilometer durch den hohen Schnee kaum passierbar, deshalb laufen wir lieber noch ein Stück weiter die Straße entlang und machen ein kleines Picknick auf einem Waldarbeiter-Bauplatz.Am Abend erklärt und demonstriert uns Joachim an seiner selbstgebauten Armillarsphäre ein paar Lektionen Himmelsmechanik. Einfach genial so ein Teil, man kann jede Menge Phänomene wie Sommer/Wintertageslängen, Sonnen-/Mondfinsternisse, Polartag/-nacht, Planetenbewegungen, langfristige Verschiebung der Ekliptik usw. vom erdbezogenen Beobachter darstellen und verstehen. Nachts ist es dann leider bewölkt, so dass wir mal früh schlafen gehen.

Montag steht dann unser letzter Ausflug auf dem Programm: Es geht in das Schneehotel in Kirkenes! Das wird jeden September aus großen Ballons und Schneekanonen aufgebaut, und dann erhält jedes Zimmer und die Bar Eis- und Schneeskulpturen, die von extra eingeflogenen chinesischen Künstlern angefertigt werden. Am Nachmittag spektroskopieren wir dann noch ein bisschen die Sonne und genießen dann ein paar Runden Sauna inklusive Im-Schnee-Wälzen.

Den letzten Dienstag verbringen wir dann noch recht gemütlich mit einer Wanderung, Sauna, und natürlich abends wieder mit Polarlichern.

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vim config for Markdown+LaTeX pandoc editing

I have used LaTeX and latex-beamer for pretty much my entire life of document and presentation production, i. e. since about my 9th school grade. I’ve always found the LaTeX syntax a bit clumsy, but with good enough editor shortcuts to insert e. g. \begin{itemize} \item...\end{itemize} with just two keystrokes, it has been good enough for me.

A few months ago a friend of mine pointed out pandoc to me, which is just simply awesome. It can convert between a million document formats, but most importantly take Markdown and spit out LaTeX, or directly PDF (through an intermediate step of building a LaTeX document and calling pdftex). It also has a template for beamer. Documents now look soo much more readable and are easier to write! And you can always directly write LaTeX commands without any fuss, so that you can use markdown for the structure/headings/enumerations/etc., and LaTeX for formulax, XYTex and the other goodies. That’s how it should always should have been! ☺

So last night I finally sat down and created a vim config for it:

"-- pandoc Markdown+LaTeX -------------------------------------------

function s:MDSettings()
    inoremap <buffer> <Leader>n \note[item]{}<Esc>i
    noremap <buffer> <Leader>b :! pandoc -t beamer % -o %<.pdf<CR><CR>
    noremap <buffer> <Leader>l :! pandoc -t latex % -o %<.pdf<CR>
    noremap <buffer> <Leader>v :! evince %<.pdf 2>&1 >/dev/null &<CR><CR>

    " adjust syntax highlighting for LaTeX parts
    "   inline formulas:
    syntax region Statement oneline matchgroup=Delimiter start="\$" end="\$"
    "   environments:
    syntax region Statement matchgroup=Delimiter start="\\begin{.*}" end="\\end{.*}" contains=Statement
    "   commands:
    syntax region Statement matchgroup=Delimiter start="{" end="}" contains=Statement
endfunction

autocmd BufRead,BufNewFile *.md setfiletype markdown
autocmd FileType markdown :call <SID>MDSettings()

That gives me “good enough” (with some quirks) highlighting without trying to interpret TeX stuff as Markdown, and shortcuts for calling pandoc and evince. Improvements appreciated!

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Gestatten, Elite

Ich habe gerade Gestatten, Elite zu Ende gelesen (ging schnell, hab erst gestern angefangen). War im Grunde genommen nichts wirklich Neues, was man nicht irgendwie schon gewusst oder geahnt hätte. Aber die gut recherchierte und bewiesene Vehemenz, mit der sich die Oberschicht abschottet und sich selbst als eine Art neuer Adel erhält und das vielbeschworene Leistungsprinzip untergräbt war dann doch schon recht schockierend für mich.

Eine der “Elite”-Schulen die dort unter die Lupe genommen wird — Schloss Neubeuern — haben wir auf unserer Sommerradtour gesehen. Ich war schon beeindruckt von dem Haus, und damals habe ich auch gedacht “Mensch, auf so einer Schule hätte ich mich vielleicht wohlgefühlt”. Aber nach dieser Lektüre bin ich heilfroh dass es mich da nicht hinverschlagen hat.

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Radurlaub 2011: Entlang des Inn

Wir sind wieder da, und diesmal sogar völlig ohne menschliche oder radtechnische Schäden! Im letzten Jahr ging unsere Radtour an der Donau entlang von Passau nach Wien, was eher gemütlich war. Diesmal hat es uns an den Inn verschlagen, wo wir die Kultur vom letzten Jahr eingetauscht haben gegen das Hochkeuchen und Runterrasen eines alpin geprägten Berg-Wegprofils.

Das war unsere erste Radtour mit “richtigen” Bergen, wo man auch schon mal 200 Höhenmeter in der Stunde hoch und wieder runter schafft. Mit unseren Tourenrädern und viel Gepäck (Zeltausruestung) mussten wir auch stellenweise schieben, aber so oder so fand ich es eine gute sportliche Herausforderung. Und der fantastische Blick ins Tal mit den Bergen drumherum entschädigt auf jeden Fall für die Mühe!

Der Inn fliesst aus dem Lej da San Murezzan

Blick hinauf nach Guarda

Blick hinauf nach Guarda

Der alpine Teil startete in St. Moritz in der Schweiz, wo der Inn aus dem See “Lej da San Murezzan” quasi entspringt (die eigentliche Quelle ist noch höher in Majola, aber da mit dem Zug/Bus hinzukommen war dann zu anstrengend). Der Inn führte uns dann über Zernez, Scuol, Pfunds (dann schon in Österreich), Landeck, Imst, Innsbruck zunächst bis Kufstein.

Dort, an der österreich-deutschen Grenze, hörten dann auch die Alpen fast schlagartig auf, und von da an ging es dann eher gemächlich fast ohne größere Steigungen weiter über Rosenheim, Altötting, Braunau, und Bad Füssing bis nach Passau, wo der Inn dann in die Donau fließt. Wir sind bis zum “bitteren Ende” gefahren zum Dreiflüsse-Eck:

Inn-Brücke in Passau

Dreiflüsse-Eck in Passau

Zwischendurch gab es auch noch ein paar Höhepunkte:

In Imst sind wir mit dem “Alpine Coaster” 3,5 km den Berg heruntergedonnert, eine Art Sommerrodelbahn im Achterbahnformat. Den wollten wir ja schon vor ein paar Wochen bei unserer Klettersteig-Tour ausprobieren, aber leider brauchte der Auf- und Abstieg viel mehr Zeit als geplant, so dass Bergbahn und Coaster schon geschlossen hatten. Auch diesmal taten Wetter und nicht fahrende Busse ihr möglichstes, uns davon abzuhalten, aber diesmal haben wir gewonnen! Hat sich auch wirklich gelohnt.

Kristall-Modell des Lenin-Mausoleums

In Wattens haben wir uns die Glitzerwelt der Swarovski-Kristallwelten angeschaut. Es war im großen und ganzen eher eine Kunst-Ausstellung, ich hatte etwas anderes erwartet, aber der riesige Kristall-Dom (kuriose Akustik da drin!) und die Kristallmodelle berühmter Gebäude waren schon faszinierend.

Auf dem Weg gab es auch noch viele andere Eindrücke, wie das sehr schöne Dorf Neubeuren, das Geburtshaus von Papst Benedikt in Marktl oder das Vogelschutzgebiet Europareservat unterer Inn. Aber die meiste Zeit haben wir dann doch mit Radeln, und nachmittags mit faulenzen und lesen verbracht, so dass es ein wirklich entspannender Urlaub wurde.

Alle Fotos der Tour

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Zurück von der Donauradtour

Dresden hat Netti und mich wieder! Gestern hat der IC uns und unsere Fahrräder komfortabel wieder von Wien nach Dresden gebracht, nach nur etwas mehr als einer Urlaubswoche.

Wir sind am Freitag den 3. September in Passau gestartet, und dann bis Mittwoch entlang der Donau geradelt. Die Nächte haben wir meistens im Zelt verbracht; der schönste Campingplatz war in Sommerau, quasi bei einer Familie im riesigen Garten:

Schlögener Schlinge Campingplatz Sommerau

Am Mittwoch Mittag sind wir nach 340 Fahrradkilometern dann in der Stadt der k.u.k.-Monarchie, Mozart und Sachertorte angekommen, wo wir fortan in einer Pension im Stadtteil Fünfhaus übernachteten. So haben wir dann den Rest der Zeit bis Freitag abend mit viel Kultur verbracht.

Am Mittwoch nachmittag besuchten wir das Hundertwasserhaus und die dazugehörige Ausstellung. An seinen Bildern haben mich vor allem die fantastisch strahlenden und leuchtenden Farben beeindruckt, dafür hatte Hundertwasser ein göttliches Talent. Sein oft naiver und verspielter, manchmal auch sehr verworrener Malstil ist für mich als Kunstbanausen nicht immer einfach zu interpretieren oder auch nur zu erkennen, aber beeindruckt haben sie mich allemal. Dafür waren die Gaumenfreuden in dem Cafe-Haus am Abend dann umso konkreter – die Wiener Küche und vor allem die süßen und leckeren Nachtische sind einfach Weltklasse!

Der Hofburg und der Innenstadt haben wir den Donnerstag gewidmet, wir haben an diesem Tag die Vorführung der Spanischen Reitschule und dann noch eine Menge Museen geschafft: Schatzkammer, Schmetterlingshaus, Nationalbibliothek, Esperanto- und Globen-Museum, und zu guter Letzt noch den Stephansdom.

Hofburg Schmetterlinge

Nationalbibliothek Stephansdom

Nach einem reichhaltigen Dinner im Restaurant Gutenberg hatten sich unsere Füße erstmal genug erholt, und wir haben uns für die Nacht in Richtung Prater aufgemacht, Wien’s riesigem Vergnügungspark. Auf dem berühmten Riesenrad hat man eine fantastische Sicht über das nächtliche Wien, und konnte sich auch schon mal die teils lustigen, teils wirklich haarsträubenden Attraktionen des Praters anschauen. Wir haben uns auf die beiden Rafting-Bahnen und eine Achterbahn gewagt, und sind zwischendurch noch in ein lustiges Spiegel/Wackelraum/Labyrinth-Kabinett gegangen und haben uns im Bogen- und Luftgewehrschießen geübt.

Prater Prater

Am Donnerstag war dann das Schloss Schönbrunn an der Reihe, der Sitz der k.u.k-Monarchen. Das Schloß selbst ist natürlich schon sehr beeindruckend, bei dem Rundgang haben wir sehr viel über die Geschichte von Franz Josef, Maria Theresia, und der anderen Habsburger erfahren, und einen Eindruck von deren Lebensstil bekommen. Aber auch drumherum gab es viel zu entdecken, im Schloßgelände gibt es einen Irrgarten, einen Zoo, und natürlich auch die Hofbäckerei, wo wir in die Geheimnisse des Wiener Apfelstrudels eingeweiht wurden.

Gloriette

Für Interessierte habe ich die komplette Foto-Galerie hochgeladen.

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Klettersteig, Level 2

Vor etwa einem Jahr war ich auf meiner ersten Klettersteigtour auf dem Innsbrucker Klettersteig, was mich damals schon recht beeindruckt hat. Dieses Jahr haben wir, d. h. mein Vater, mein Schwager, und ich, die Schwierigkeit um ein oder zwei Stufen erhöht, und sind letzten Samstag auf den Elferkofel geklettert.

Die Tour begann an der Seilbahn-Bergstation in Neustift, wo wir zunächst ein mal eine Handvoll Paraglider-Fans beim konzentrierten Entfitzen und Sortieren der Schnüre und Planen beobachteten. Diesen bunten Schirmen sahen wir tagsüber so ziemlich überall, es muss dort eine prima Thermik herrschen.

Am Anfang stand erst einmal ein etwa 80minütiger strammer Aufstieg, so dass wir beim Beginn der Kletterfelsen schon ganz gut durchgewärmt waren. Wir begannen schon so zeitig wie möglich – die Seilbahn öffnet um 8:30 Uhr – aber die Vorhersagen für den bisher wärmsten Tag des Jahres (bis 38 Grad in München) waren nicht übertrieben, und selbst in so großer Höhe war es noch sehr gut warm.

Dann standen wir vor einer fast senkrechten Wand, wo der Kletterspaß begann. Nun standen etwa vier Stunden Felsen, Seile, Haken, und Ösen vor uns, mit einigen Schwierigkeiten meisterten wir sie alle. Zum Glück waren nicht allzu viele Leute unterwegs, so dass wir uns Zeit lassen konnten. Insbesondere manche Abstiege hatten es ganz schön in sich, ich sympathisiere mit jeder Katze im Baum! Die Aussicht dabei war wieder mal gigantisch: Bizarre Felsen, die manchmal wie willkürlich übereinandergestapelt aussahen und manchmal durch Abstürze in tiefere Felsspalten eingeklemmt waren, und dazwischen vertikale Steilwände. All das umgeben von einem herrlichen Alpen-Gebirgspanorama. Siehe Fotos, Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Am Schluss der Elferspitze und des Elferkofels liefen wir dann wieder per pedes den Abstieg zurück zur Seilbahn, wo wir dann gut durchgeschwitzt und fußmüde ankamen. Ach ja, ein Eis und einen kühlen Saft gab es zwischendurch noch auf der Hütte. :-)

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

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Viva Bavaria!

Netti WG-Zimmer

“Grüß Gott!” zusammen aus dem Land südlich des Weißwurstäquators! Auch wenn ich selbige Würste bisher noch nicht verkosten konnte, steht dies ganz oben auf dem Programm!

Ich bin am Samstag gut in München angekommen, wo mich Netti gleich am Hauptbahnhof abgeholt hat. Da wir nun schon mal im Zentrum waren, haben wir die Zeit auch gleich für einen Spaziergang über den Viktualienmarkt und dann für eine Stunde Stadtrundfahrt genutzt, um schon mal einen Überblick zu bekommen. Das richtige bajuvarische Lebensgefühl stellte sich dann im Englischen Garten ein, der bei diesem tollen Sommerwetter natürlich gut gefüllt war. Insbesondere natürlich der Biergarten, mit stimmungsvoller Musik, vielen “Moaß”, und Brezeln die gefühlte 10 Kilo schwer sind (wir haben uns allerdings mit einem Krautsalat und Eis begnügt :-) ).

Nettis WG-Zimmer ist klein aber fein; meine Luftmatratze passt auch perfekt zwischen Bett und Kommode, und sonst ist mittlerweile auch alles drin was rein soll. Dafür ist bei 8 Frauen im Haus auch immer was los! Und es ist richtig schön gelegen, viel Grün in der Nähe in dem man herrlich spazieren und auch laufen gehen kann (Das hab ich heute morgen gleich mal ausprobiert. Wenn man schon mal auf Taekwondo verzichten muss..)

Gestern am Sonntag war es dann so richtig tolles Sommerwetter. Der erste Tag im T-Shirt und Sandalen, juchuu! Wir haben den Zoo besucht, und danach die Auer Dult, ein süßer und gut besuchter Markt mit Volksfest (siehe Fotos).

Zoo Muenchen - Elefant

Ab heute geht es dann wieder etwas mehr seinen gewohnten Gang. Ich habe mir in Nettis Zimmer mein Büro eingerichtet (aka den Laptop aufgeklappt) und bin fleissig dabei, Ubuntu 10.04 den letzten Schliff zu verleihen, bevor es dann am Donnerstag vom Stapel läuft.

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Auf in ein neues Jahrzehnt


Es ist mal wieder diese Zeit im Jahr – und diesmal ist es gleich die Grosse Drei-Null, die mich gestern heimsuchte!

Netti hat mir einen gaaanz tollen und leckeren Schokokuchen gebacken, mit weissen Schokoladenplätzchen mit einem Kinderfoto von mir drauf. Über die philosophischen Konsequenzen, seine eigene Jugend aufzuessen, muss ich mir noch tiefere Gedanken machen, zunächst hab ich mir es erstmal schmecken lassen.

Der gestrige Tag ist auch eine gute Gelegenheit für einen Rückblick. In den vergangenen zehn Jahren ist ja doch einiges passiert, einige Höhepunkte die mir einfallen:

  • 2001 hab ich die Frau meines Lebens getroffen. Danke Netti! Ich liebe Dich!
  • 2004 schloss ich mein Informatikstudium mit einem tollen Diplom ab. Ich lernte viele interessante Leute, neue Tätigkeiten, und neues Wissen kennen.
  • Ebenfalls 2004 bekam ich meinen ersten “richtigen” (Vollzeit-)Job bei Canonical, um aus meinem langjährigen Hobby einen Beruf zu machen. Go, Ubuntu, go!
  • 2005 war ich das erste (und bisher einzige) Mal in meinem Leben auf der anderen Seite des Planeten in Sydney, Australien.
  • 2006 habe ich meine erste Taekwondo-Gürtelprüfung bestanden (8. Kup, gelb)
  • 2007 schließlich heiratete ich meine Traumfrau. Danke, Netti!
  • 2009 meine erste Klettersteig-Tour.

Mal sehen, was das nächste Jahrzehnt so bringt. Kinder? Umzug in eine andere Stadt wenn Netti nächstes Jahr mit dem Studium fertig wird? Reicht es noch zum Taekwondo-Meister? Die Zukunft bleibt spannend, und ich freue mich darauf!

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Gesundes Neues

Ich wünsche allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2010!

Wir haben gestern mit ein paar Freunden gefeiert. Das neue Jahr haben wir gleich angemessen mit Wunderkerzen begrüßt:

2010!

(Klick auf Bild für größeres Format)

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Nicht mehr aufzuhalten: Weihnachten

Am Samstag waren wir wie schon viele Jahre zuvor bei Anne zum traditionellen Plätzchen/Pfefferkuchenhaus backen. Es ist wieder einiges zusammengekommen, und leeecker geworden!

Netti hat das halbe Wochenende damit verbracht, einen Adventskalender für mich zu basteln. Kann es kaum noch erwarten, morgen die erste Rolle aufzumachen!

Adventskalender 2009_Vorschau

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